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Rundbrief vom 02.12.2009

Heute erhalte ich folgende Email von Norbert, wahrscheinlich
ein Leser von mir und ansonsten eigenen Angaben zufolge Arzt
mit vorwiegend homöopathisch ausgerichteter ärztlicher
Privatpraxis.

Er schreibt:
"Liebe Freunde, das Volksbegehren zum Nichtraucherschutz
steht auf Messers Schneide. Jede Stimme zählt!!!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass weniger als 10% der
wahlberechtigten Bevölkerung dieses Bundeslandes ein
Interesse daran haben, ob die Luft, die sie atmen, frei(er)
von krankmachenden Giften ist oder nicht. Ich gehe eher
davon aus, dass es andere Gründe gibt, warum noch nicht
genug Menschen ihre Unterschrift bei ihrer
Kommunalverwaltung geleistet haben.

Deshalb: Bequemlichkeit hintenanstellen, Termine verlegen,
Wege anders organisieren – die 10 Minuten sollte jeder übrig
haben!

Nur noch heute und morgen ist es möglich, der Industrie und
der Politik zu sagen, was die Bevölkerung wirklich will!

Jeder, der seine Unterschrift nicht leistet, gibt auch eine
Stimme ab – gegen die Gesundheit aller und für den
skrupellosen Profit einiger weniger.

Möchtet ihr/ möchten Sie das wirklich?"

 

Kurz zum Hintergrund: Hier im schönen Bayern läuft seit
einiger Zeit das "Volksbegehren Nichtraucherschutz".
http://www.nichtraucherschutz-bayern.de

 

Nun, Norbert - dazu habe ich doch, wie der Zufall so spielt,
eine Meinung, die ich hiermit gerne kund tue.

Zunächst darf festgestellt werden, dass ich Nichtraucher
bin. Schon immer gewesen, ganz freiwillig.

Als Vater von zwei kleinen Kindern ist mir natürlich auch
deren Gesundheit sehr sehr wichtig.
Und ja, es war früher schon manchmal ärgerlich, wenn man in
eine Gaststätte ging und musste seine Wäsche anschliessend
wechseln und sich selbst duschen, weil alles richtig
gestunken hat.

Für mich und die meinen wäre der totale Nichtraucherschutz,
wie ihn dieses Volksbegehren erreichen will, nur von
Vorteil.

Doch ich habe nicht unterschrieben.
Ganz absichtlich.

In meinen Augen geht es hier nicht um den sich so edel und
gesund klingenden "Nichtraucherschutz".
In meinen Augen ist das hier angestrebte Gesetz ein Schritt
zu viel in eine unfreie Welt.

Warum bitteschön soll jede kleine Spelunke zur
rauchbefreiten Zone erklärt werden?
Weil dann wir Eltern mit unseren kleinen Kindern in "Erichs
Kneipe" zum Mittagessen gehen wollen??!!

Ich verstehe nicht, wo der Spass daran liegen soll, in einer
muffigen Bude sich mit einer Zigarette Rauch in die Lungen
zu ziehen.
Aber mir scheint, manche Leute finden das toll.
Und wer bin ich, dass ich diesen Leuten jetzt vorschreiben
darf, was die gefälligst gerne zu tun haben und was nicht?

Ich als Nichtraucher HABE doch schon die Freiheit.
Ist die Bude verraucht, und ich kann es nicht ertragen, dann
bleibe ich draussen.
So einfach ist das.

Ich bin ein selbständiger, eigenverantwortlicher Mensch.
Ich bin kein Opfer - ich BRAUCHE keinen "Schutz".
Behaltet euren Schutz.
Ich bin Nichtraucher, das ist gut so - und schützen muss
mich deswegen keiner.

Erzwungener Schutz - man möge bei Wikipedia sich doch einmal
nach dem Wort "Schutzhaft" erkundigen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzhaft_(Nationalsozialismus)

Hier steht:
"Die Nationalsozialisten bedienten sich einer
verharmlosenden Sprache, um den Inhalt ihrer Gewaltmaßnahmen
zu verschleiern."


Klimaschutz, Nichtraucherschutz, Schutz vor Terrorismus...
Und täglich grüsst das Murmeltier?

Wir bewegen uns hier im Stechschritt in den Faschismus.
Jeder hat gefälligst nur noch das zu tun, was "gut" ist.
Natürlich nur zum Schutz der Allgemeinheit.

Der "Nichtraucherschutz" erscheint harmlos.
Ja sogar ganz nett für uns Nichtraucher.

Und was kommt dann?
Der Nichttrinkerschutz?
Ich meine, Alkohol ist ungesund, oder?
Und man denke nur an all die Gefahren: Betrunkene
Autofahrer, irre Alkis oder bloss die Nervigkeit, wenn ein
Besoffener einen bequatschen will.

Mensch, denkt doch an die Kinder!

Da muss man was machen, da muss man was schützen - ab sofort
keine alkoholischen Getränke mehr in der Öffentlichkeit und
in öffentlich zugänglichen Räumen (wie z.B. Gaststätten).

Man muss doch die Leute schützen (will sagen: Die könnens ja
alleine nicht, die können ja gar nichts alleine, man muss
den Leuten doch immer sagen, was sie wollen und tun sollen,
was sie gut und blöd finden sollen, wie sie sich verhalten
sollen, denn von alleine kommen die ja nicht drauf, die
Menschen sind ja in Wirklichkeit alles Deppen, denen man
sagen muss, wo es langgeht, die Führung brauchen...).

Wollt ihr den totalen Schutz?
Ja bitte, erlasst noch mehr Gesetze, wir haben ja erst so
wenige. Verbietet das Autofahren, denn erstens ist
Autofahren Umweltverschmutzung und zweitens ist es
lebensgefährlich. Statistiken beweisen es und wir alle
wissen es.
Schützt die Radfahrer!
Schützt die Fussgänger!

Schützt die Arbeitslosen.
Schützt die Alleinerziehenden.
Schützt die Eltern.
Schützt alle Kinder!
Impfpflicht für alle aus Schutz vor Krankheiten.
Entzieht den Eltern grundsätzlich das Sorgerecht, gebt die
Kinder in die Obhut des Staates, denn nur der alleine weiss
ja, was gut ist für uns alle.

Schützt alle Minderheiten, schützt uns bitte vor all dem
Bösen da draussen, denn selbst können wir ja gar nichts
mehr.

Baut einen Schutzschirm gegen die Rezession und
Bankenpleiten, schützt unser Geld, schützt unseren
Wohlstand.

Wir sind so schutzbedürftig, wir können alleine nichts, wir
brauchen die Führung, wir brauchen den Führer befiehl wir
folgen dir.

Und wenn es dann soweit ist - dann kann sich keiner mehr
erinnern, wie eigentlich alles angefangen hat.
"Wie konnte es nur soweit kommen?" wird man sich fragen.

Ja so, wie es immer anfängt:
Ganz klein und unscheinbar. Mit den besten Vorsätzen. Zum
Wohle der Gesellschaft.
Man ist doch eigentlich kein Faschist, man ist doch nur ganz
normaler Mensch. Man wollte was Gutes, nicht nur für sich.
Für die Kinder, für die Kranken, für alle eben.
Und weil einem gesagt wurde, dass es damit besser werden
würde, hat man eben unterschrieben.

Ich habe keine Ahnung, WANN das alles angefangen hat.
Lange habe ich zugesehen, ja teilweise sogar mitgemacht.
Für die gute Sache. Für den Umweltschutz und die
Menschenrechte, für die Tiere, für die Mitmenschen.
Macht ja alles Sinn, ist ja alles GUT.

Doch der Faschismus kommt nie zur Vordertür rein mit einem
"Guten Abend, darf ich mich kurz vorstellen, ich bin der
Faschismus und würde Ihnen gerne grosses Leid bringen."

Er kommt immer heimlich, verkleidet, vernünftig redend,
augenscheinlich eine gute Sache.

So war das seinerzeit und so ist es jetzt gerade.

Und deshalb kann ich es mit meinem Gewissen nicht
vereinbaren, den erweiterten "Nichtraucherschutz" zu
unterstützen.

Ich unterschreibe NICHT, denn ich wünsche mir für meine
Kinder eine Zukunft.

Und falls einer auf die Idee kommen würde, vergesst es:
Nein, ich wünsche mir KEINEN Schutz der Zukunft meiner
Kinder. Denn dafür sorge ich selbst.
Dafür bin ich da, dafür bin ich Mensch, dafür habe ich meine
Freiheit und du die deine.




thomas

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