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Denker und Würfler
Rundbrief vom 02.07.2006

Einmal angenommen, von oben betrachten wir zwei Personen.
Diese sind identisch aufgewachsen, sind gleich intelligent,
verfügen über die selben Talente ... für unser Gedankenspiel
nehmen wir einfach an, es ist zwei Mal die selbe Person.

Nun sind beide erwachsen und beginnen, ihr eigenes Leben in
die Hand zu nehmen.

Der eine, ich nenne ihn den Denker, benutzt dazu seinen
Verstand. Entscheidungen überlgt er gut, sammelt alle
verfügbaren Informationen, wägt Vor- und Nachteile ab und
trifft eine Entscheidung.
Natürlich ist er kein Roboter - auch von seinem Herz lässt
er sich lenken und manches tut er wohlwissend, dass es
eigentlich unlogisch ist.

Den zweiten nenne ich Würfler.
Sobald er merkt, dass sich eine Entscheidung nicht
automatisch trifft, wirft er seinen Würfel. Eine gerade Zahl
bedeutet "Ja", eine ungerade "Nein". Daran hält er sich zu
100% und schaut anschliessend nicht mehr zurück.
Auch der Würfler hört auf seinen Verstand und sein Herz.
Seine Würfel benutzt er nur, wenn nicht sofort eine Antwort
kommt. An manchen Tagen nie, an anderen sehr oft.


Nun meine Frage:
Wir springen ans Ende des Lebens der beiden.
Welcher von ihnen hatte ein erfolgreicheres Leben?
Welcher war reicher? Welcher war glücklicher? Welcher war
wichtiger in der Gesellschaft? Welcher hatte mehr
Rückschläge? Welcher war öfter krank?


...


























...
Die Antwort gebe ich gerne selbst:
Ich habe keine Ahnung.

Es ist völlig offen, ob der Denker oder der Würfler das
"erfolgreichere" Leben hatte - was auch immer man unter
"Erfolg" verstehen mag.

Doch in einem Punkt sind wir uns einig:
Der Würfler lag niemals Nächte wach in der Sorge, sich
falsch zu entscheiden. Er hat niemals etwas bedauert.
Wie viele Stunden mag der Denker mit seinen Gedanken
verbracht haben? Wie viele Tage, Wochen oder
zusammengerechnet gar Jahre?

Wo der Würfler die Sonne geniessen konnte, verzog sich der
Denker in ein stilles Kämmerlein um noch einmal alle Daten
und Fakten durchzugehen für eine sehr wichtige Entscheidung,
die sein Leben grundsätzlich verändern würde.
Der Würfler hatte die selbe Entscheidung zu treffen, er tat
es innerhalb von Sekunden und hatte anschliessend wieder
Zeit für die schönen Dinge des Lebens.


Ich halte einmal fest:

Wer von beiden "erfolgreicher" war, ist ungewiss.
Gewiss ist jedoch, dass das Leben des Würflers einfacher und
weniger stressig war als das des Denkers.

"Ja aber," wirft der Denker ein. "Manche Entscheidungen
brauchen eben Zeit und bereiten Stress, denn es sind grosse
Dinge, die es zu entscheiden gilt!"

Kann er wirklich sicher sein, dass seine wohldurchdachte
Entscheidung besser ist als die schnell gewürfelte?

Nein, kann er nicht - und dennoch zieht er es vor, sich den
Kopf zu zermartern und die Stimmung zu vermiesen.
Seltsam, nicht wahr?

Denker, für dich habe ich ein Buch:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3551353220/heg-21

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